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Sons of the Forest: Wir erklären Story, Lore und alle 3 Enden

Verfasst: 23. Mrz. 2023
Aktualisiert: 14. Mai. 2024

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Die Story von Sons of the Forest lässt einen Milliardär und dessen Familie verschwinden, doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir wagen einen Erlkärungsversuch der komplexen Handlung und erläutern alle drei Spielenden.

Die Geschichte von Sons of the Forest analysiert (TLDR):

  • Bei der Hauptfigur handelt es sich wohl um den Puffton-Mitarbeiter Carl Planter.
  • Der Angreifer in der Silberjacke hat Ähnlichkeit mit Megan Cross aus The Forest, es handelt sich jedoch um Jianyu Zhang.
  • Alle POIs oder Untergrundanlagen der Insel wurden von der Puffton Corp erbaut.
  • Der Suchtrupp der Hauptfigur ist wahrscheinlich nicht der erste seiner Art.
  • Die antiken Artefakte bestehen wohl aus dem gleichen Rohstoff, wie der in Site 2 gelagerter Riesenwürfel.
  • Carl könnte sich in einer einzigen, riesigen Simulation mit unbekanntem Zweck befinden.

Sons of the Forest: Die Story erklärt

Sons of the Forest: Alle Enden, Story und Lore erklärt

Sons of the Forest mag mit einem Helikopter-Crash nahe einer scheinbar unbewohnten Insel beginnen. Auch scheint – abgesehen von dem gewalttätigen Auftritt einer pistolenschwingenden Dame in Silberjacke – zunächst alles seinen üblichen (Survival-)Gang zu gehen.

Wer aber die optionale Story weiterverfolgt, wird sich schnell inmitten einer abgehobenen Thematik aus antiken Artefakten, bizarren Mutanten und düsteren Paralleluniversen wiederfinden.

Wie passt das alles zusammen? Wer den Vorgänger The Forest kennt, wird über die Verquickung aus Survival und Übernatürlichem zumindest nicht überrascht sein. Denn die Geschehnisse von Sons of the Forest ähneln denen von „Site 1“, dem Hauptschauplatz des ersten Teils. Außerdem lässt das Sequel ein paar alte Bekannte zurückkehren.

Im Folgenden analysieren wir die Handlung und beschreiben deren drei verschiedene Enden. Da offizielle Angaben hierzu bisher fehlen, kann natürlich nicht jedes Detail zufriedenstellend erklärt werden; manche Hintergründe oder Zusammenhänge erscheinen uns jedoch recht naheliegend.

Wer ist eigentlich die Hauptfigur?

Diese Frage dürfte sich manchem gleich zu Beginn der komplexen Geschichte aufdrängen, doch eine Antwort darauf liefert der Plot nicht – zumindest nicht direkt. Es ist jedoch möglich, einen Blick auf den vermeintlichen Soldaten zu erhaschen, und demnach handelt es sich recht eindeutig um Carl Planter, den auf der Wartungsschlüsselkarte abgebildeten Puffton-Mitarbeiter.

Dumm nur, dass diese Antwort gleich neue Fragen aufwirft, vor allem im Kontext des späten Spiels und der drei Spielenden. Aber dazu kommen wir später. Wie du wahrscheinlich ja schon weißt, gehört die Hauptfigur einem Untersuchungstrupp an, der losgeschickt wurde, um den seit 31 Wochen verschollenen Milliardär Edward Puffton und dessen Familie (Frau Barbara und Tochter Virginia) aufzuspüren. Jedoch wird der Helikopter des Suchteams offenbar ballisitisch attackiert und stürzt in der Folge nahe eines scheinbar unbewohnten Eilands ins Meer.

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Sons of the Forest: Alle Enden, Story und Lore erklärt Virginia
Virginia ist die unter mysteriösen Umständen mutierte Tochter des verschollenen Milliardärs Edward Puffton.

Wer ist der Typ in der „Silberjacke“?

Es folgt eine Filmsequenz, in der unser am Strand erwachende Hauptakteur von einer Person in einer silberfarbenen Jacke per Bleispritze zurück ins Land der Träume geschickt wird. Dieser Jemand weist große Ähnlichkeiten zu dem Mutanten-Mädchen Megan Cross auf, das eigentlich infolge der Ereignisse von The Forest ums Leben kam.

Inzwischen gilt es jedoch als sicher, dass Jianyu Zhang der Angreifer ist. Zhang ist ehemaliger Firmenanwalt (früher Sicherheitsassistent) der Puffton Corporation; danach übernahm er die Rolle eines Operators für Sahara Therapeutics. Er verfügt über eine Sicherheitsfreigabe der Stufe 2 und ist außerdem der Antagonist des Spiels.

Neben dem Protagonisten, den wir ab jetzt frech Carl nennen wollen, überlebt auch der Soldat Kelvin den Absturz. Die beiden tun sich zusammen, um in der (wie sich später herausstellen wird) von Kannibalen bewohnten Inselwelt zu überleben.

Carls GPS-Gerät enthält mehrere Markierungen, unter anderem die grün dargestellten POIs alias Untergrundanlagen. Wie sich im Verlauf der Story zeigt, wurden diese Bunker von der Firma des verschwundenen Milliardärs, Puffton Corp, errichtet.

Purpurne Marker führen dagegen zu den GPS-Geräten verstorbener Puffton-Mitarbeiter, was nur den Schluss zulässt, dass Carls Trupp nicht der Erste gewesen wäre, der die Ereignisse vor Ort untersucht. Neben der mutierten Virginia, die man nun mit je drei Armen und Beinen durchs Archipel pesen sieht, entdeckt der Held auch weitere, grauenvolle Mutanten.

Und: Ein Überwachungsvideo bringt ans Tageslicht, dass es sich bei vielen dieser Monstren um ehemalige Puffton-Vorstandsmitglieder handelt, die plötzlich und unter vorerst unbekannten Umständen zu jenen abstoßenden Ungeheuern wurden.

Sons of the Forest: All endings, story and lore explained Underground
Die mehreren Untergrundanlagen der Insel wurden von der Puffton Corp erbaut.

Wiedersehen macht Freude

Zurückkehrende Charaktere sind sowohl Timmy als auch dessen Vater Eric LeBlanc. Timmy ist aus dem Prequel The Forest bekannt und wurde aus gegenwärtiger Sicht vor zehn Jahren aus „Site 1“ gerettet, dem Hauptschauplatz des Spiels. Dass der damals noch kindliche Soldat sich nun auch in „Site 2“ befindet, liegt daran, dass er Teil der zweiten per Helikopter eingeflogenen Suchgruppe war. Seine Absicht, Site 2 aufzusuchen, wird auch in dem Vorläufer erwähnt.

Unter anderem im Zusammenhang mit dieser Begegnung wird klar, dass nicht nur die Puffton Corp, sondern auch Sahara Therapeutics ein spezielles Interesse an „Site 2“ hatte. Oder noch hat, denn die mutmaßliche Megan Cross taucht an diesem Punkt der Geschichte erneut auf; diesmal mit einem Stoßtrupp von Sahara Therapeutics, der Eric LeBlanc hinterrücks über den Haufen schießt.

Zur Erinnerung: Bei Megan handelt es sich um die Tochter des Sahara-Wissenschaftlers Mathew Cross, in dessen Fußstapfen sie nun getreten sein könnte. Möglich wäre das mit Blick auf bestimmte „Wiederbelebungsartefakte“, die schon in The Forest beschrieben wurden – etwa in Verbindung mit Timmy.

Was ist der Grund für die Mutationen?

Jene Artefakte haben, und auch das findet Carl heraus, etwas mit der Entdeckung eines neuartigen, goldenen Metalls durch Puffton Corp zu tun. Womöglich bestehen jene antiken Artefakte aus dem besagten Rohstoff, wie auch ein in Site 2 gelagerter Riesenwürfel.

Dieser aktiviert sich in regelmäßigen Abständen und bewirkt dadurch die auf der Insel anzutreffenden Mutationen; mit Sicherheit auch Virginias Extra-Gliedmaßen. Weshalb die Kannibalen der Insel davon nicht betroffen sind, könnte sich entweder mit einer eingeschränkten Reichweite oder einer weiteren rätselhaften Komponente erklären lassen.

Sons of the Forest: Alle Enden, Story und Lore erklärt Lavahöhle
In der Höhle hinter dem Puffton-Bunker befindet sich allem Anschein nach der Vorhof der biblischen Hölle.

Carl entdeckt den goldenen Würfel schließlich in einer Höhle hinter dem teilweise verwüsteten Bunker der Pufftons. Diese Höhle weist mit ihren Lavaströmen und den dort hausenden Dämonen Parallelen zur biblischen Hölle auf.

Welchen Ursprung die vermeintlichen Höllenknechte haben könnten, liegt komplett im Dunkeln. Klar ist lediglich, dass allein der Verbleib in dem aktivierten Würfel vor Mutationen schützt. Zum Ende des Spiels findet eine solche Aktivierung statt, und Carl befindet sich im fraglichen Moment zusammen mit Timmy in dem sonderbaren Artefakt.

Es macht hier ganz den Anschein, als wäre es die ganze Zeit über Timmys Ziel gewesen, das Innere des aktiven Würfels zu erreichen, um sich so von seinen „inneren Dämonen“ – also den Folgen der an ihm durchgeführten Experimente – zu befreien. Denn tatsächlich verlassen während der Aktivierung des Würfels sichtbar mehrere andere Timmys seinen Körper.

War alles nur eine Simulation?

Nicht minder interessant wird es, wenn sich der Würfel daraufhin einseitig öffnet und den Blick auf eine düstere Stadt einer fernen Zukunft freigibt. Da Sons of the Forest etliche Referenzen zum Thema Paralleluniversen und virtuelle Realität enthält, wäre es denkbar, dass sich zumindest Carl in einer einzigen, riesigen Simulation befindet.

In diesem Fall wäre das Antlitz der futuristischen Stadt vielleicht ein durch den Würfel hervorgerufener, unbeabsichtigter Einblick in die Realität, ähnlich einer Störung oder einem Dimensionsriss. Denn so schnell, wie die Szenerie vor dem Würfel erschien, so schnell ist sie auch wieder verschwunden – und wird wieder zu der Höhle, die Carl zuvor betreten hat.

Alle 3 Enden in Sons of The Forest & wie du sie freischaltest

Nach der Würfelsequenz gibt es, wie schon erwähnt, drei mögliche Abspanne beziehungsweise Spielenden zu betrachten. Bei zweien davon musst du nur eine allerletzte Entscheidung treffen, für das „geheime Ende“ dagegen sind einige (an sich einfache) Bedingungen zu erfüllen.

  • Ende 1: Du entscheidest dich dazu, auf der Insel zu bleiben. Dieses Ende wird eher als das schlechte Ende betrachtet, weil du angesichts der ungeklärten Natur der Dämonen in der Lavahöhle sowie der regelmäßigen Würfelaktivierung womöglich für immer gegen mutierte Kreaturen kämpfen musst. Zudem geht das Spiel dann weiter; du kannst praktisch also genau dort weitermachen, wo du zuletzt aufgehört hast.
  • Ende 2: Deine Entscheidung heißt: Nichts wie weg hier. Du besteigst (gegebenenfalls mit Kelvin) den rettenden Helikopter und siehst während der durchlaufenden Credits, wie das geheimnisvolle Eiland kleiner und kleiner wird. Das war’s. Dieses Ende mag gemeinhin als das gute Ende betrachtet werden, aber es ist auch das definitive Ende des Spiels.
  • Ende 3: Das geheime Ende. Hierfür musst du Virginia als Begleiterin gewinnen und Kelvin während des gesamten Spiels am Leben erhalten. Besteigst du zum Schluss dann den Hubschrauber, tun es dir deine Begleiter nach. Als besondere Belohnung lehnt sich Virginia kurz nach dem Abheben an deine Schulter an. Und das ist es ja, worauf du immerzu gewartet hast, oder? Drei Arme und Beine hin oder her. Es ist schon erstaunlich, was ein ansonsten attraktives Äußeres alles kaschieren kann.

Dennoch bleiben noch viele Fragen offen. Etwa, wieso Held Carl sich zu Spielbeginn nicht bereits oder nicht mehr auf der Insel befand. Schließlich befindet sich dort sehr offensichtlich sein Arbeitsplatz. Und dies ist nur eine von vielen Lücken oder Ungereimtheiten in der Story, die aber im Verlauf des Early Access geschlossen beziehungsweise ausgeräumt werden könnten. Eine Erweiterung der Geschichte ist jedenfalls geplant.

Mehr zu Sons of the Forest
Nach seinem Schulabschluss wollte Alex zunächst Instrumentalmusik studieren. Schließlich schlug er jedoch eine Karriere als Videospieljournalist ein, die er unter anderem beim renommierten Ehapa-Verlag begann. Heute teilt Alex sein umfangreiches Fachwissen über Videospiele mit Guided. Er profitiert von über 40 Jahren Erfahrung mit PC- und Konsolenspielen sowie seiner Arbeit in der Spieleentwicklung für das Indie-Studio Knights of Bytes. Alex weiß, wie Videospiele funktionieren, und er versteht es, sein Wissen auf verständliche Weise zu vermitteln.
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