The Walking Dead: Staffel 11 bringt großen Spaß, ist aber mieses Finale

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Wie jeden Montag ist auch diese Woche eine neue Folge von The Walking Dead Staffel 11 erschienen. Zwei Folgen bleiben noch, bis die finale Staffel zu Zweidritteln vorbei ist und dennoch hält sich die Serie zu sehr mit großartig Unnötigem auf: Warum The Walking Dead also super ist und mir dennoch Sorgen bereitet, jetzt!

Worum gehts? The Walking Dead nähert sich mit jedem Montag und jeder neuen Episode an das eigene Finale an. Klar, danach geht es irgendwie mit allen Figuren weiter, ein Problem, über das wir ebenfalls schon gesprochen haben. Doch bei jeder neuen Folge erwische ich mich dabei, wie ich denke: „Das war eine großartige Episode! Wäre das doch nur nicht das Finale”.

The Walking Dead nähert sich mit guten Folgen dem miesen Finale

Warum sind die Folgen gut? In den aktuellen Episoden folgt eine Action-Szene den nächsten wichtigen Story-Schnipsel und umgekehrt. Keine Atempause, keine Filler mehr, alles scheint, als würde sich The Walking Dead endlich mit Volldampf auf das Finale stürzen. Doch so gut das Pacing der Staffel 11 auch scheint, viel Zeit bleibt nicht mehr, um alle Story-Fäden zu einem schlüssigen Ende zu bringen.

Diese Geschichten brauchen in Staffel 11 Platz:

  • Commonwealth-Bürgerkrieg
  • CRM (Teaser)
  • Rick Grimes & Michonne
  • Krieg zwischen Commonwealth, Alexandria, Hilltop und Oceanside
  • Neuer Zombie-Virus
  • Diverse Charakter-Plots:
    • Leah und Daryl
    • Carol und Ezekiel
    • Maggie und Negan
    • Negan und Lydia

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CRM stürmt Stadt in World Beyond.

Das Problem ist Faulheit: In dieser geringen Anzahl von übrigen Folgen ist es schwierig, alle Geschichten und Story-Fäden über unsere Helden zufriedenstellend zu füllen und zu einem befriedigenden Ende zu bringen. Aber das hat der Sender AMC ja auch gar nicht vor. Die Schicksale vieler Charaktere wurden bereits durch die Ankündigung diverser Spin-offs gespoilert.

So bekommen wir in den nächsten zwei Jahren Spin-offs zu Negan und Maggie, Daryl und Carol, die Filme zu Rick Grimes, eine Anthologie-Serie und viele unbenannte Projekte. So mit besteht für die Autoren von The Walking Dead gar kein Druck, alle Geschichten im FINALE zu Ende zu führen — Warum dann ein Finale?

Fans haben kuriose Idee: Es gibt keine Spin-offs!

Im Netz werden die Stimmen von Fans laut, dass diese glauben, es gäbe keine Spin-offs. Der Theorie zufolge denke sich AMC diese Spin-offs nur aus, um das große Finale von The Walking Dead nicht zu spoilern. So könnten sie sagen, dass Maggie und Negan ein Spin-off erhalten, um die Theorien zu ihren Toden/Schicksalen in eine falsche Richtung zu lenken.

Sollte das stimmen, wäre es ein genialer Schachzug der Verantwortlichen. Selbst dann bleibt aber das ursprüngliche Problem bestehen: Wir bekommen kein befriedigendes Ende, wenn The Walking Dead nicht jetzt aufs Gas drückt.

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Das wünsche ich mir: Seit nun mehr als 10 Jahren begleitet mich The Walking Dead und immer wieder habe ich reingeschaut, den Wecker gestellt und mitgefiebert — egal, wie schlecht eine Staffel auch war. Damit, und mit dem Wunsch, dass das Finale großartig wird, bin ich sicher nicht alleine. Serien wie Game of Thrones haben aber gezeigt, dass Zeitdruck Gift für eine komplexe Geschichte mit vielen Figuren ist.

Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass das Serien-Finale von The Walking Dead zumindest „Okay” wird. Vielleicht macht es Fear The Walking Dead besser und erzählt einfach so lange weiter, bis alles gesagt wurde.

Aber was denkst du, glaubst du, das Serien-Finale von The Walking Dead kann überzeugen oder siehst du das anrückende Ende kritisch? Teile deine Meinung in den Kommentaren.

 

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