Ukraine-Konflikt spaltet Tarkov-Community – Grund ist ein Spar-Paket für den Shooter

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Die Escape From Tarkov Community spaltet sich gerade aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Auslöser hierbei ist aber nicht die bloße Gesinnung der Fans Richtung Ost oder West, sondern der Name eines Spar-Paketes, das es derzeit für Tarkov zu kaufen gibt.

Was ist los? Auf Twitter reißen sich Fans des Survival-Shooters Escape From Tarkov gerade die Köpfe ab. Diskussionen und Beleidigungen fliegen wie Geschosse durchs Netz und der Grund dafür ist ein Feiertags-Spar-Paket, dessen Name für einige gelinde gesagt „unangebracht” ist. Aber warum?

  • Entwickler BSG bietet zur Feier des „Verteidiger des Vaterlandes”-Feiertags einen Rabatt von 20 % an.
  • Die Fans spalten sich deshalb gerade in zwei Lager auf, weil einige den Tag in Verbindung mit den aktuellen Geschehnissen in der Ost-Ukraine verbinden.
  • Eine Seite ist dabei stark pro-russisch oder versucht die Taten Russlands zu verteidigen, die andere Seite feuert nur so mit anti-russischen Kommentaren.

Konflikt aus der echten Welt spaltet die Tarkov-Community – Woran liegts?

Das ist der Auslöser: Ein Spar-Paket sorgt dafür, dass sich die Fans an die Gurgel gehen, oder nicht? So einfach ist es nicht, denn viel mehr liegt es an der gerade eskalierenden Situation in der Ukraine. Russland startete in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar eine Invasion der Ukraine.

Der russische Entwickler Battelstate Games, startete am selben Tag einen Sale für den in Russland angesiedelten Survival Shooter Escape From Tarkov. Den Rabatt gab es auf alle Versionen des Shooters und zur Feier eines nationalen Feiertags, dem „Verteidiger des Vaterlandes”-Tag. In Russland wird dieser Tag jedes Jahr am 23. Februar gefeiert.

Einige Twitter-Nutzer weisen auf die Verbindung des Namens und den aktuellen Ereignissen in der Ukraine hin. Verteidiger des Vaterlandes, an einem Tag, an dem das Heimatland ein anderes angreift. Das hat für viele einen bleiernen Beigeschmack.

Andere Nutzer antworten harsch auf diese Kommentare und stellen sich zum Teil auf die Seite des Aggressors Russland. Wieder andere verweisen darauf, dass es hier einfach einen unglücklichen Zusammenhang gibt.

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Wie sollte der Entwickler reagieren? Nichts, Entwickler Battlestate Games sollte jetzt gar nichts unternehmen, um diesen doofen Zufall auszuräumen. Der Feiertag findet am 23. Februar statt, weshalb dieser Sale wohl schon länger geplant war. Zudem konnte auch das Team hinter Tarkov nicht wissen, welche Pläne der Kreml im Geheimen verfolgt.

Anfeindungen gegenüber den Entwicklern, aufgrund ihrer Herkunft, tragen zu keiner Lösung bei. Spannend wird jedoch zu sehen, ob sich der Tarkov-Entwickler zu den Geschehnissen äußert oder die Füße still hält.

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